Engelbert Wimmer
"Kosten in der Automobilindustrie"

02.08.2010

Die einzige Talksendung zum Thema "Kosten in der Automobilindustrie".
Produziert von automanagerTV in Zusammenarbeit mit FACTON.
Diesmal zu Gast: Engelbert Wimmer, PA Consulting Group

The only talk show about "Costs in the Automotive Industry".
Produced by automanagerTV in cooperation with FACTON.
This time Guido Marschall talks to Engelbert Wimmer, PA Consulting Group.


Beschreibung

In dem Talk zu „Kosten in der Automobilindustrie“ mit Engelbert Wimmer (Mitglied der Geschäftsführung der PA Consulting Group) wurde primär der Kostendruck nach der Krise thematisiert und all die Faktoren angesprochen, die die Kosten in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen beeinflussen und maßgeblich bestimmen.

Wimmer sagt, dass in der Branche generell nach der Devise „Fahren auf Sicht“ agiert wird, jedoch komme die gesamte europäische Industrie sehr gestärkt aus der Krise heraus. Seiner Meinung nach ist es weiterhin wichtig, in der Forschung und Entwicklung vorne mitzuspielen und so die Zukunft maßgeblich mitzugestalten. Gerade hier sei es nicht sinnvoll zu sparen, weder im Bereich der Neuentwicklungen noch bei der Weiterentwicklung.

Für Zulieferer bedeute das, sich mit Trends auseinanderzusetzen und Entwicklungen vorzubereiten, jedoch müssen die dadurch entstanden Kosten kompensiert werden. Grundsätzlich werde der Kostendruck weiter steigen und modernes Kostenmanagement wird die Unternehmen von einander differenzieren. Überall gilt, dass die Overheadkosten konkurrenzfähig bleiben müssen.

Der internationale Vergleich ist laut Wimmer schwierig, da die deutsche Automobilindustrie mit der japanischen nur schwer vergleichbar sei. Die Systematiken und Kulturen (Kairetsu und Tiers) sind grundlegend verschieden und in beiden Formen ließen sich Vor- und Nachteile finden.

Zum Kostenmanagement im Allgemeinen identifiziert Wimmer, die Themen Flexibilität und Prozessautomatisierung/ -optimierung als zukünftig bedeutsam.

Über Elektrifizierung und Hybridisierung bezieht er klar Position: Investitionen in diesem Bereich rechneten sich frühestens im Jahr 2020 und das Käuferverhalten werde sich nicht grundlegend verändern. Wimmers Ansicht nach ist in diesem Bereich der Weitblick und angemessene Ratio seitens der Automobilhersteller wichtig. Er weist auf das Problem der Gewichtsreduzierung und den damit verbunden Kostenanstrengungen hin. Das sei allerdings kein neues Thema, sondern im Speziellen des Elektromotors, nicht neu wie auch der damit verbundene Einfluss auf Benzinverbrauch und CO2-Emmission und wird deswegen zentrales Thema bleiben.

Für Engelbert Wimmer gilt, dass „Kostenbewusstsein und Disziplin Bestandteil der Unternehmensführung sein muss“. Im internationalen Vergleich gebe es auf jeden Fall noch Spielraum, sich unternehmerisch zu professionalisieren und den „Manufacturing Footprint“ zu optimieren.