Rainer Schmückle
"Kosten in der Automobilindustrie"
Prof. Dr. Bernd Gottschalk
"Kosten in der Automobilindustrie"
Dr. Wolfgang Bernhart
"Kosten in der Automobilindustrie"
Dr. Helmut Becker
"Kosten in der Automobilindustrie"
Peter Fuß
"Kosten in der Automobilindustrie"
Rainer Schmückle
"Kosten in der Automobilindustrie"
Die einzige Talksendung zum Thema "Kosten in der Automobilindustrie".
Produziert von automanagerTV in Zusammenarbeit mit FACTON.
Diesmal zu Gast: Rainer Schmückle (langjähriger COO bei Mercedes Benz Cars).
The only talk show about "Costs in the Automotive Industry".
Produced by automanagerTV in cooperation with FACTON.
This time Guido Marschall talks to Rainer Schmückle (long-term COO at Mercedes Benz Cars).
Beschreibung
In der sechsten Sendung der Reihe „Kosten in der Automobilindustrie“ spricht Guido Marshall mit Dr. Wolfgang Bernhart über die aktuellen Themen im Automotive-Consultingbereich. Bernhart identifiziert aktuell vier Kernthemen – Kosten insbesondere Produktkosten, Emerging Markets und Next Eleven, Konsolidierung der Branche und die Elektromobilität.
Bei Produktkosten müsse man überlegen, was einen Mehrwert für den jeweiligen Kunden bringt und wie dieser kostengünstig angeboten werden kann. Die Zusammenarbeit zwischen den OEMs und den Zulieferern werde besser, jedoch seien die Anforderungen auch höher, da es klare Vorgaben bzgl. der Zielkosten gäbe.
Zur Kostentransparenz zwischen den OEMs und den Zulieferern bemerkt Bernhart, dass die Kompetenz und das Know-how die Komponenten zu kalkulieren vorhanden sei, was eine gute Basis für den Zulieferer darstelle und einen guten Kostenüberblick ergebe. Aber er stellt auch fest, dass der Druck auf Zulieferer von Kalkulationen herrührt, die von optimalen Rahmenbedingungen ausgehen, die vielleicht nicht immer so gegeben sind.
Den OEMs sei schon bewusst, dass Zulieferer auch „leben“ müssen, schätzt Bernhart, angesprochen auf die Kostenverhandlungen und den Druck auf die Verhandlungspartner.
Zum Thema Kostenrechnung & Elektromobilität und den damit verbundenen Unsicherheiten in der Kostenstruktur und den Konsequenzen für die Profitabilität sieht er trotz Unsicherheit an bestimmten Stellen eine verbesserte Transparenz. Diese sei aber insgesamt noch nicht so gut wie in den klassischen Herstellverfahren. Bernharts Einschätzung nachwerden sich die Batteriekosten bis zum Jahr 2020 deutlich reduzieren.
Wie bei anderen Hochtechnologien (beispielsweise den ABS- und ESP-Systemen) auch, erwartet Bernhart einen ähnlichen Verlauf der Kosten durch Skalen- und Automatisierungseffekte. Heute gebe es in diesem Bereich noch keine Überkapazitäten. Diese wird es seiner Meinung nach allerdings in den nächsten drei bis vier Jahren geben, da es vergleichsweise einfach sei, eine Batterieproduktion zu bauen – die Frage sei dann jedoch, ob die Batterie eine hohe Qualität hat. Der Einfluss der Batterieproduzenten auf den Preis sei von den Rohmaterialien, dem Produktionsprozess sowie der Verringerung des Ausschusses und der Effizienz abhängig.
Brennstoffzellen und Batterie würden in Zukunft koexistieren, wobei die Brennstoffzelle aktuell nicht den Durchbruch schaffen werde.
Auf den Emerging Markets und insbesondere in China sieht Bernhart das Risiko eines zweiten Platzes der Immobilienblase, die dort auch deutlich absehbar ist. Wenn das passiere entstünde ein globales Problem. Die Kostenstruktur in China habe dabei grundsätzlich zwei Aspekte: Zum einen die Lohnkosten und zum anderen die erheblichen Produktivitätsreserven.

