Peter Fuß
"Kosten in der Automobilindustrie"

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19.11.2010

Die einzige Talksendung zum Thema "Kosten in der Automobilindustrie".
Produziert von automanagerTV in Zusammenarbeit mit FACTON.
Diesmal zu Gast: Peter Fuß, Ernst & Young.

The only talk show about "Costs in the Automotive Industry".
Produced by automanagerTV in cooperation with FACTON.
This time Guido Marschall talks to Peter Fuß, Ernst & Young.


Beschreibung

Peter Fuß, Leiter Automotive DACH-Region bei Ernst & Young, war Gast der zweiten Sendung aus der Reihe „Kosten in der Automobilindustrie“ und sprach über Kostenmanagement und Transparenz im Bereich der Kosten.

Klar ist für Fuß, dass Kostenbetrachtungen grundsätzlich wichtig sind, jedoch aktuell nach der Krise die Themen Absatz und Produktion das Thema Kosten in den Unternehmen in den Hintergrund drängten.

Der Standort Deutschland beherrscht seiner Meinung nach Kostenmanagement sehr gut. Um jedoch weiterhin wachsen zu können müsse man, ein nachhaltiges Kostenmanagement haben, im Unternehmen implementieren und dies wiederum bedarf Transparenz. Ohne Transparenz sei es nicht möglich, richtige Analysen durchzuführen und Handlungsoptionen abzuleiten. Eine einheitliche IT-Landschaft ist dabei seiner Meinung nach ein administratives Grundgerüst.

Auch in den Bereichen Steuern, Löhne und Zinsen sieht er Kostensparpotenziale. Gerade Zölle können einen hohen Anteil des Warenwertes ausmachen. Dabei sollten diese möglichst gering gehalten werden, da man die Kosten umlegen müsse, der Endkonsument jedoch nicht bereit sei mehr zu zahlen.

In der Automobilindustrie bekomme das Thema Finanzen nicht unbedingt den nötigen Stellenwert. Hier sei nicht nur die Transparenz sondern auch die interne Interaktion zwischen den Abteilungen nötig um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Controlling kann dabei nur so gut sein wie die Daten, die zunächst mal korrekt erfasst werden müssen. Unternehmen sollten seiner Meinung nach darauf achten, verschiedenste Experten zusammenzuführen um das Kostenbewusstsein zu steigern und somit ein nachhaltiges Kostenmanagement zu fördern.

Trotz der Kosteneinsparungen im Zuge der Wirtschaftskrise habe sich die Kostenstruktur nicht grundlegend verändert. Dies sei aber nötig, um ein nachhaltiges Kostenmanagement zu betreiben. Im internationalen Markt müssen OEMs und Zulieferer weiter ihre weltweite Präsenz ausbauen, um an dem Geschehen in den Wachstumsmärkten zu partizipieren. Die globale Aufstellung ist laut Fuß ein Erfolgsfaktor und bringt den zusätzlichen Vorteil, zeitgleich auch ein komplett neues Kostenmanagementsystem einzuführen.

Grundsätzlich ist für ihn jedoch klar: „Ohne entsprechende Transparenz (…) kann ein Unternehmen langfristig kein ordentliches Kostenmanagement betreiben“. Kostenmanagement und Transparenz haben maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Unternehmen.